Archäologie.com - Nachrichten aus der archäologischen Forschung

Nachrichten aus der archäologischen Forschung

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Nachrichten aus der archäologischen Forschung

Donaulimes (Quelle: Deutsche Unesco-Kommission / Johann Angemann)
Donaulimes-Grenzwall der Römer wird Welterbe Weiterer Welterbetitel für Deutschland: Das UNESCO-Welterbekomitee hat den Donaulimes in die Welterbeliste aufgenommen. Das ausgezeichnete westliche Segment des Donaulimes erstreckt sich von Niederbayern bis in den Süden der Slowakei.

Unesco Welterbekomitee (Quelle: Livestream)
Transiranische Eisenbahn und weitere neue Welterbestätten ernannt Das UNESCO-Welterbekomitee hat heute vier neue Stätten ins Erbe der Menschheit aufgenommen. Dazu gehört unter anderem die Transiranische Eisenbahn, die über rund 1.400 Kilometer und vier Klimazonen hinweg das Kaspische Meer mit dem Persischen Golf verbindet.

NEWS - Buchstaben in quadratischem Rahmen vor bunten Kreisen (Quelle: Pixabay.com)
Fünf neue Einträge auf Welterbeliste Das UNESCO-Welterbekomitee hat heute fünf neue Stätten in die Welterbeliste aufgenommen, darunter den Kulturraum von Ḥimā in Saudi-Arabien, den Leuchtturm von Cordouan in Frankreich und die Freskenzyklen aus dem 14. Jahrhundert in der italienischen Stadt Padua. In Deutschland wurden die Mathildenhöhe Darmstadt sowie Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen als Teil der „Bedeutenden Kurstädte Europas“ ausgezeichnet.

News-Schrift vor Weltkarte (Quelle: pixabay.com)
Deutsche Kurstädte zum Weltkulturerbe ernannt Das UNESCO-Welterbekomitee hat die „Bedeutenden Kurstädte Europas“ in die Welterbeliste aufgenommen. Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen zählen zu den insgesamt elf ausgezeichneten Städten in sieben Ländern, in denen geschlossene architektonische Ensembles bis heute von der Bäderkultur zeugen.

Kelten an der Heuneburg (Quelle: Archäologie.com)
Spannende Funde: Neu entdecktes Heuneburg-Keltengrab nach Blockbergung untersucht Wieder war es eine gesamte Kelten-Grabkammer, die das Landesdenkmalamt im Oktober 2020 im Block geborgen hat. Der Fundort: Die Heuneburg, älteste Stadt nördlich der Alpen und eine der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Mitteleuropas. Der Grabkammer-Block wurde in die Labore der LAD nach Ludwigsburg-Grünbühl verbracht. Jetzt gaben die Archäologen unter Leitung von Prof. Dr. Dirk Krausse die ersten Ergebnisse und Erkenntnisse bekannt:

Goldfund (Quelle: Yvonne Mühleis, LAD Esslingen)
Ältester Goldfund in Südwestdeutschland Archäologen haben bei einer Ausgrabung nahe Ammerbuch-Reusten eine kleine Spirale aus Golddraht entdeckt.

Projekt "Erlebniswelt Heidengraben" (Quelle: büro ott_architekten Laichingen)
Projekt „Erlebnisfeld Heidengraben“ vorgestellt In den letzten Monaten hat sich beim Projekt „Erlebnisfeld Heidengraben“ so einiges getan. Deswegen haben die Verantwortlichen am Donnerstag die Bürgerschaft über den aktuellen Stand des Projekts der drei Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben informiert.

Übergabe GuZ (Quelle: )
Feierliche Übergabe des Geo- und Umweltforschungszentrums Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und der Ministerialdirektor des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Ulrich Steinbach, haben diese Woche das neue Forschungsgebäude für die Geo- und Umweltwissenschaften offiziell an die Universität Tübingen übergeben. Auf rund 10.000 Quadratmetern bietet der neue Foschungsbau Platz für Labore, Werkstätten, Seminarräume, Hörsäle sowie Büros. Aber sehen Sie am besten selbst.

Seismograph (Quelle: Archäologie.com)
Spürbares Erdbeben Um 18:37 Uhr bebte am Sonntagabend die Erde in der Region. Das Epizentrum lag zwischen Jungingen und Hechingen im Zollernalbkreis. Die Stärke des Bebens wird mit 3,7 beziffert - und war auch in Tübingen und Reutlingen spürbar. Viele Menschen teilten ihre Erlebnisse in den sozialen Medien. Für die Menschen im Zollernalbkreis hingegen ist das leichte Beben nahezu nichts Besonderes - denn hier kommt es regelmäßig zu kleineren Erdbeben.

Preisverleihung an Prof. Dr. Katerina Harvati-Papatheodorou (Quelle: DFG / Rainer Unkel (Pressebild))
Wissenschaftlerin erhält Leibniz-Preis Die Tübinger Forscherin Katerina Harvati hat den Leibniz-Preis erhalten. Die Paläoanthropologin forscht vor allem über die Neandertaler und den frühen Homo Sapiens.

Denk- und Sprechverbote (Quelle: Pixabay)
Schadensersatz für Opfer von "Cancel Culture" und "No Platforming" # Neues Gesetz: Britische Regierung will Wissenschaftsfreiheit stärken Die britische Regierung hat ein Gesetz angekündigt, um den Opfern von "Cancel Culture" und "No Platforming" zu helfen. Wer wegen seiner wissenschaftlichen Standpunkte an den Universitäten diskriminiert wird, hat demnach ein Recht auf Schadensersatz. Universitäten, die finanzielle Corona-Hilfe in Anspruch nehmen wollen, müssen zudem nachweisen, dass Sie Maßnahmen gegen die Unterminierung der Wissenschaftsfreiheit eingeleitet haben. An jeder Uni soll es einen Beauftragten für Wissenschaftsfreiheit gebe. Lesen Sie hier, was die britische Regierung angekündigt hat:

Karl Marx (Quelle: Pixabay.de)
Karl Marx irrte: Schon vor 2.600 Jahren gabs Arbeitsteilung und Marktwirtschaft rund ums Mittelmeer Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gilt das Konzept der Marktwirtschaft weitgehend als modernes Phänomen. So argumentierten einflussreiche Ökonomen wie Karl Marx und Max Weber, dass es zwar schon in der Antike Märkte gab, sich aber erst im 19. Jahrhundert Volkswirtschaften entwickelten, in denen die Produktions- und Vertriebsstrukturen auf die Gesetze von Angebot und Nachfrage reagierten. Die Studie eines internationalen Forschungsteams untersuchte jetzt Pollenüberreste - und liefert Beweise, dass bereits im antiken Griechenland eine integrierte Marktwirtschaft existierte.



Foto: Pixabay.de
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren könnte die Entwicklung hin zum beweglichen Daumen begonnen haben. Die bessere Feinmotorik verschaffte den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil. Lesen hier die Forschungsergebnisse der Tübinger Professorin Katerina Harvati:
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Kein Tropenwald in Niedersachsen: 55 Millionen Jahre alte Pollen geben Klimadaten preis Senckenberg-Wissenschaftler haben ein etwa 55 Millionen Jahre altes Kohleflöz aus der Zeit des frühen Eozäns im ehemaligen Braunkohleabbaugebiet des niedersächsischen Landkreises Helmstedt untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal „PLoS ONE" erschienenen Studie zeigen sie anhand von Pollenanalysen, dass der Nordwesten Deutschlands zu dieser Zeit von einem warm-gemäßigten Klima geprägt war. Dies steht im Unterschied zu anderen Zeitabschnitten des Eozäns, in denen überwiegend ein sehr warmes Treibhausklima vorherrschte.
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Chopper-Tools waren Knochenbrecher - Tübinger Wissenschaftlerin löst Rätsel um frühe Steinwerkzeuge Wissenschaftler haben das jahrzehntelange Rätsel um den Verwendungszweck früher Steinwerkzeuge gelöst: Die sogenannten Chopper-Tools wurden verwendet, um Knochen zu öffnen, um an das nahrhafte Knochenmark zu gelangen. An den Forschungen maßgeblich beteiligt war Dr. Flavia Venditti von der Universität Tübingen.
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Globalisierung schon vor 3.500 Jahren: Zahnanalysen belegen Fernhandel und Fernreisen zwischen Mittelmeer und Ostasien Globalisierung mit Fernhandel und Fernreisen gab es schon vor 3.500 Jahren. Das legt eine neue Studie nahe. Die Wissenschaftler analysierten den Zahnstein an den Zähnen von 16 Toten aus der Bronzezeit. Das Ergebnis: Menschen im Mittelmeerraum aßen Gewürze und Früchte wie Kurkuma, Bananen und Soja, die nur aus Süd- und Ostasien stammen können. Die Forscher konnten so belegen, dass schon in der Bronzezeit Fernhandel von Nahrungsmitteln weit entfernt lebende Gesellschaften verband: Globalisierung schon vor 3.500 Jahren.
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Leibniz-Preis für Katerina Harvati-Papatheodorou Der Leibniz-Preis 2021 der Deutschen Forschungsgemeinschaft geht an die Tübinger Paläoanthropologin Katerina Harvati-Papatheodorou.
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Neue Forschungsergebnisse zum Höhlenbär liegen vor Der Höhlenbär lebte vor 400.000 bis 25.000 Jahren auf dem ganzen europäischen Kontinent. Neben Klimaveränderungen hat auch der Mensch mit seiner Jagd dazu beigetragen, dass der Höhlenbär ausgestorben ist. Doch wie lebte und ernährte sich dieses Urzeitwesen? Seit Jahren gibt es in der Forschung heftige Diskussionen, ob der Höhlenbär rein reiner Pflanzenfresser war oder ob es nicht doch einige fleischfressende Populationen gab. Tübinger Wissenschaftler könnten nun Beweise gefunden haben, die Klarheit schaffen.

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