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Mössingen

Foto: RTF.1
Bergrutschführung im Jubiläumsjahr

Der 12. April 1983 ist ein besonderes Datum für Mössingen. Denn an diesem regnerischen Tag entstand der Mössinger Bergrutsch. Fünf Jahre später wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt - und gilt heute als eine der Haupt-Attraktionen der Stadt. Besucher können Teile davon auf ausgewiesenen Wanderwegen besichtigen. In andere Teile darf man aber nur im Rahmen einer Führung mit dem einzigen Bergrutschführer Armin Dieter rein. Die SPD-Abgeordneten Martin Rosemann und Dorothea Kliche-Behnke haben heute an einer solchen Führung teilgenommen.

Neblig war es, als die Abgeordneten am Sonntag Vormittag zusammen mit einigen Mit-Interessierten und Armin Dieter zur Bergrutschführung in Mössingen aufgebrochen sind. Und zwar so sehr, dass der Bergrutsch selbst gar nicht zu sehen war. Es schien fast so, als habe sich der Nebel den heutigen Tag extra ausgesucht, denn als der Bergrutsch vor gut 40 Jahren abging, war davon ebenfalls kaum etwas zu sehen.

"An diesem Tag war es sehr neblig und sehr regnerisch, das heißt man konnte vor Ort überhaupt nichts erkennen. Es war dann aber immer noch der Fall, das einzelne Bäume senkrecht stehend an einem vorbei fuhren und das war schon gespenstisch. Erst gegen Spätnachmittag hat dann die Nebelbank aufgerissen, leichter Schneefall setzte ein und dann war klar, da ist etwas Größeres passiert" erinnert sich Bergrutschführer Armin Dieter, der an jenem Tag vor Ort war.

So groß, dass innerhalb weniger Stunden sage und schreibe vier Millionen Kubikmeter Geröll abgegangen seien. Ausgelöst wurde er damals durch tagelangen starken Regen.

Heute hat der Bergrutsch inoffiziell eine Ausdehnung von 70 Hektar und ist als Attraktion so beliebt, dass Dieter hier regelmäßig Führungen anbieten kann. Dabei trifft er aber auch immer wieder auf Menschen, die das Gelände zum ersten Mal sehen.

"Ich war noch nie hier, es ist das allererste Mal. Und wir haben dieses Jahr ja auch noch ein Jubiläum. Es ist also ein ganz besonderes Jahr, in dem wir uns alle auch mehr damit beschäftigen. Ich habe mir auch den Vortrag von Herrn Dieter angehört, war sehr beeindruckt und ich freue mich richtig, das mal wirklich nah kennen zu lernen" erzählte Dorothea Kliche-Behnke.

Und dann ging es auch schon los. Bis heute kann es hier teilweise noch zu Steinschlägen kommen, daher dürfen die Führungen nur in den ungefährlichen Bereichen des Geländes stattfinden.

"Betretbar ist das Gelände nur über den ausgewiesenen Rundwanderweg. Ansonsten: Betreten verboten! Was man hier vom ersten Tag an beobachten konnte war die Wiederbesiedlung von Tieren und Pflanzen. Und die ist bis heute nicht abgeschlossen. Der natürliche Verdrängungseffekt setzt zwar ein, sodass kleinere Pflanzen durch höhere – z.B. durch Bäume – abgelöst werden, aber es kommt auch immer wieder neues dazu" sagte Dieter.

Das Gelände ist ein Naturschutzgebiet und seit 2006 auch nationaler Geotop. Auf diesem gibt es aber nicht nur viele Pflanzen, sondern auch Tiere. Viele, wie Waschbären, Wildschweine oder Frösche, blieben im Verborgenen, doch ein paar – wie dieser Feuersalamander – ließen sich blicken.

Und am Ende meinte es dann sogar das Wetter noch gut und als der Himmel aufriss, bekamen alle Teilnehmer den Bergrutsch doch noch in seinem vollen Ausmaß zu sehen.


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