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Nachrichten aus der archäologischen Forschung

Ägyptische Hieroglyphen Jerash Jordanien Röische Helme Stonehenge

Universität Tübingen

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Wissenschaftler entwickeln historisches Handy-Spiel

Wissenschaftler der Universität Tübingen und der chinesischen Northeast Normal University haben ein neues Handy-Spiel herausgebracht. „Craveler - Coin Traveler“ ist ein Hindernislaufspiel, das sich mit der historischen Bedeutung von Münzen befasst. Am Freitag ist das Spiel offiziell erschienen.

Inspiriert vom der berühmten App TempleRun wurde auch Craveler als 3D-Hindernislaufspiel entwickelt. Die Spieler nehmen dabei die Rolle der jungen Archäologin Anna Alaska ein. Diese lebt im Jahr 3542 und reist zurück in die Vergangeheit. Dort findet sie durch Zufall Münzen, von denen sie so fasziniert ist, dass sie die Objekte wieder in ihre Gegenwart bringt und dort ein Museum aufbaut, um das Wissen über Geld auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, erklärt Stefan Krmnicek, Junior-Professor für antike Numismatic an der Universität Tübingen.

Ziel der Entwickler war es, der jungen Generation auf spielerische Art und Weise die Numismatic – also die Bedeutung von Münzen – näherzubringen. Krmnicek erklärt, dass Münzen beispielsweise bestimmte mytholgische Darstellungen aufweisen und man so auch erklären kann, wie diese in der jeweiligen Gesellschaft benutzt und gesehen wurde. Unterschwellig wird so die Bedeutung des Geldes und der Ikonografie dieser Objekte vermittelt, so der Junior-Professor.

Fünf Jahre wurde am Spiel und an der App gearbeitet – seit Freitag ist sie im Google Playstore erhältlich. Der Technische Entwickler von „Craveler", Kevin Körner, erklärt, dass die App gewählt wurde, da viele Jugendliche das Smartphone sowieso schon in der Hand haben, eine andere Hardware steht nicht jedem schnell zur Verfügung. Sie wollten ein serious Game entwickeln, um genau diese Spielergruppe zu erreichen. Das Medium Smartphone und eine App lag da Nahe.

Ein serious Game wie „Craveler" will neben der Unterhaltung eben auch Wissen vermitteln und motivieren, sich mit der Thematik noch weiter zu beschäftigen. Finaziert wurde das Projekt durch die Volkswagenstiftung.


Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

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Schätze aus dem Alten Amerika: Ehepaar vermacht 22 Kunstwerke an Uni Die Sammlungen der Universität Tübingen haben Zuwachs bekommen: Der Tübinger Riesenchromosomen-Forscher Claus Pelling und seine Ehefrau, die Biologin Marie Luise Zarnitz vermachten der Universität Kunstgegenstände aus Mittel- und Südamerika. Sie stammen aus einer Zeit lange vor der Entdeckung Amerikas durch die Europäer, sind also präkolumbisch. Am Dienstag-Mittag war Übergabe.
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Zeitreise ins Mittelalter: Living History Event im Schlösslespark Es gibt wohl kaum jemanden, der sich nicht schon einmal ausgemalt hat, wie es wohl wäre, in eine Zeitmaschine zu steigen und unsere Vorfahren zu besuchen. Im Pfullinger Schlösslespark wird dieser Traum jetzt fast Wirklichkeit. Die Besucher des Living History Events „Ritter und Burgen im Echaztal“ erwartet ein buntes Programm mit einem „lebendigen“ Einblick in das 13. Jahrhundert.
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Heidengrabenzentrum schickt Besucher auf Zeitreise Eine virtuelle Reise in die Zeit vor 2.500 Jahren verspricht das neue Heidengrabenzentrum auf der Schwäbischen Alb zwischen den drei Gemeinden Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler gelegen. Das sogenannte Oppidum Heidengraben war mit fast 17 Quadratkilometern eine der größten befestigten spätkeltischen Siedlungen Europas. Am Freitagabend wurde das Zentrum durch einen Festakt in Hülben feierlich eröffnet.

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