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Nachrichten aus der archäologischen Forschung

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Bad Urach

Foto: RTF.1
Ausgrabungen in der Schachtfelshöhle

Schon seit langem weiß man, dass die Schwäbische Alb auf eine jahrtausendelange Besiedlungsgeschichte zurückblicken kann. Jetzt haben Tübinger Archäologen mit der Erforschung zweier neuer Höhlen begonnen. Alles weitere lesen Sie hier:

Manche Siedlungsplätze sind sofort erkennbar, es gibt aber auch Orte, die erst auf den zweiten Blick etwas über ihre Vergangenheit sagen. So wie die Schachtfelshöhle im Bad Uracher Stadtteil Seeburg. Forscher der Universität Tübingen und des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment suchen hier nach Spuren steinzeitlichen Lebens.

Seit zwei Wochen graben die beiden Tübinger Wissenschaftler Gregor Bader und Manuel Will mit ihrem kleinen Team von acht Mitarbeitern in der Höhle oberhalb der Erms. Es ist die erste Grabungskampagne seit 1935. Während die Höhlen im Lonetal seit vielen Jahren intensiv erforscht werden, lag die Schachtfelshöhle in einem Dornröschenschlaf. Dabei bietet das Ermstal vielversprechende Anhaltspunkte für eine steinzeitliche Besiedlung.

Im Gegensatz zu späteren Zeiten waren die altsteinzeitlichen Menschen vor äußerst mobil, da es sich um eine Jäger-und Sammlergesellschaft handelt. Das bedeutet, die Menschen lebten von dem was Flora und Fauna zu bieten hatte und nicht wie in späteren Jahrtausenden als Hirten und Bauern mit festen Häusern. Die Altsteinzeit umfasst einen Zeitraum von vor 2,5 Millionen Jahre bis etwa 250.000 Jahre.

Aufgrund der Beschaffenheit der Höhle müssen die Archäologen nicht metertief in Sedimenten graben, sondern Funde zeigen sich bereits in wenigen Zentimetern und wenigen Metern.Bislang warten die Wissenschaftler noch auf menschliche Artefakte, aber die Kampagne läuft ja erst seit zwei Wochen.

Dennoch hat der Boden interessante Objekte preisgegeben wie spätmittelalterliche Keramikfunde und viele eiszeitliche Tierknochen. Die Knochen werden im Nachgang wissenschaftlich untersucht, um das genaue Alter zu erschließen. Noch etwa zwei Wochengraben die Archäologen in Seeburg und hoffen, auch im nächsten Jahr wiederzukommen.


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Foto: Deutsche Unesco-Kommission / Johann Angemann
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